Was ist VPG?

Die Abkürzung VPG steht für "Vielseitigkeits-Prüfung für Gebrauchshunde" und hat den veralteten Begriff "Schutzhundesport" abgelöst. Der Schutzgedanke spielt im Sport, wie er heute praktiziert wird, keine Rolle mehr und entstammt der Historie mit dem Ursprung in der Polizeihundearbeit. Allerdings hat der Sport inzwischen nichts mehr mit Dienst und Zivilarbeit gemein, sondern ist wirklich nur noch ein Sport. Deshalb ist der Begriff "Vielseitigkeit" viel treffender.

Der Ablauf der Prüfung richtet sich nach der IPO, das steht für "Internationale Prüfungsordnung", und ist im FCI Leitfaden 2012 detailliert beschrieben, deshalb hier nur  ein grober Überblick.

 

VPG besteht aus 3 Disziplinen, die in einer Prüfung an einem Tag (bzw. an zwei aufeinander folgenden Tagen) alle bestanden werden müssen:

 

Fährte
Fährte

Fährtenarbeit = Abteilung A

 

(mit mindestens 70 von 100 möglichen Punkten)

 

Unterordnung
Unterordnung

Unterordnung = Abteilung B

 

(mit mindestens 70 von 100 möglichen Punkten)

 

Schutzdienst
Schutzdienst

Schutzdienst = Abteilung C

(mit mindestens 70 von 100 möglichen Punkten)

 

 

 

Geprüft wird in 3 Schwierigkeitsstufen IPO I, II und III, die aufeinander aufbauen und jahrelanges Training erfordern.

 

In den Hundesportvereinen, die nach VDH/FCI-Richtlinien ausbilden, handelt sich bei diesem Sport um eine sehr zeitintensive, komplexe und sinnvolle Ausbildung. Im Vordergrund steht dabei die Freude an der Beschäftigung mit dem Hund. Daneben wird der Hund dazu erzogen, auch unter höchster trieblicher Anspannung den Hörzeichen seines Hundeführers zu folgen. Dabei wird den Trieben des Hundes Rechnung getragen und der Hund darf bei dieser Arbeit - unter strengen Regeln, denn der Gehorsam steht an erster Stelle - seine Triebe auch ausleben. Wo in unserer organisierten und reglementierten Gesellschaft darf ein Hund das sonst noch?

 

Voraussetzung für die Ausbildung zum Vielseitigkeits-Gebrauchshund ist im DVG/VDH eine bestandene Begleithundeprüfung, in der der Hund neben einem intakten Sozialverhalten und vorhandenem Grundgehorsam u.a. zeigen muss, dass er und sein Hundführer ein harmonisches Team sind .