Der Malinois - ein Hund für Jedermann?

© D. Frielingsdorf
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    Nicht ganz von ungefähr wird vom Malinois häufig von dem "Ferrari unter den Hunden" gesprochen.   Deshalb sollte sich ein Interessent kritisch die Frage stellen, ob sein Temperament, sein Lebensstil, sein Umfeld und seine Einstellung zum Hundesport wirklich zu dieser Rasse passen. 

  Idealerweise hat ein zukünftiger Malinois-Besitzer bereits Erfahrung mit Hunden, vorzugsweise einer der Gebrauchshunderassen, ist sportlich, in seiner Freizeit gern in der Natur und dem Gebrauchshundesport gegenüber nicht abgeneigt. 
  Der Malinois ist ein äusserst agiler, temperamentvoller, intelligenter und dabei doch sensibler Hund. Damit umzugehen, erfordert die Bereitschaft, des Hundeführers, darauf einzugehen und den Hund seinen Anlagen entsprechend zu führen und zu fordern. Idealerweise geschieht das im Rahmen einer Ausbildung in einem dem VDH/dhv angeschlossenen Verein mit kompetenten Ausbildern oder vergleichbaren Interessengemeinschaften/Ausbildungsstätten.
  Wer aber meint, ein Malinois könne als reiner Familienhund oder mit ein bisschen Balli spielen so nebenher laufen, den erwartet evtl. ein böses Erwachen, wenn der Hund sich seine Beschäftigung anderweitig sucht: Zerstörte Wohnungseinrichtungen, aggressives Verhalten gegenüber Fremden und sogar Familienmitgliedern sind da kein Einzelfall. Schlimmstenfalls endet der Hund dann als schwer vermittelbar im Tierheim. 
  Es ist auch ratsam, sich vor Anschaffung des Hundes mit mehreren erfahrenen Züchtern in Verbindung zu setzen, sich die Zuchtstätte und die Elterntiere anzusehen und beraten zu lassen, bevor man sich entscheidet. Ein guter Züchter kennt seine Welpen und wird bei der Auswahl helfen bzw. keinem Käufer ein in seinen Augen für diesen nicht geeignetes Tier überlassen.